25.06.2023, 01:28
Kiss me on the mouth and set me free
Nach dieser Nacht, wenn er das erste Mal einen vollwertigen Blick auf den Körper des Jüngeren bekommen hätte würde er für ihn auch Kleidungsstücke anfertigen. Handgeschneiderte Stücke die nur für Nathaniel wären, die kein anderer jemals tragen würde. Mehrere Ideen lagen bereits gut verwahrt in seinen Skizzenbüchern in seinem Looft hier in San Francisco. Er hatte diesen Drang, dieses Bedürfnis bisher bei keinem anderen seiner Liebhaber verspürt aber bei Nathaniel … es schien ganz natürlich zu sein das er ihm Kleidung gab, ihn anzog so wie es ihm gefiel und wo er genau wusste das der Jüngere darin noch viel umwerfender Aussehen würde als in den einfachen Dingen die er jetzt trug. ,,Venedig?“ half Alexander dann aber nach einem kleinen Augenblick nach, sichtlich amüsiert von der offensichtlichen Begeisterung des jungen Mannes, bevor er bekräftigend Nickte. ,,Ja … wenn du möchtest Nathaniel dann zeige ihr dir alles!“ es war die Wahrheit die in diesem Augenblick von ihm ausgesprochen wurde, denn es stimmte … er wollte Nathaniel all diese Dinge zeigen die mittlerweile für Alexander zu einer Selbstverständlichkeit geworden waren wobei … so ganz stimmte dies auch nicht. Er war in einfachen Verhältnissen groß geworden, war aber von Anfang an immer von seinen Eltern unterstützt worden und hatte sich dadurch ein Studium ermöglich. All das was danach gekommen war … er hatte Glück gehabt, anders konnte man dies kaum beschreiben.
,,Ich würde dir gerne noch mehr schenken … es macht mir Freude, es gibt sonst niemand anderen!“ ein Eingeständnis das furchtbar Bitter auf seiner Zunge schmeckte, ein weiterer Schluck des Whiskeys Spülte er herunter und er zwang sich von den trüben Gedanken Abstand zu gewinnen. Es gab niemanden, außer seinen Angestellten denen er solche Dinge geben konnte. Er hatte nur wenige Freunde, seine Eltern waren schon lange verstorben, keine Geschwister oder einen Partner und die anderen die an seinen Fersen hingen und wie Hunde nach frischem Fleisch girrten … diese zählte er nicht. Mit einem weiteren Schluck war das Glas geleert und ein Blick verriet ihm das auch Nathaniel seinen Cocktail ausgetrunken hatte. ,,Wollen wir?“ erkundigte er sich dann aber mit einem sanften Lächeln und erhob sich von dem Hocker. Der junge Mann tat es ihm gleich und schien dann aber unsicher in welche Richtung es gehen würde, Alexander legte sanft eine Hand auf seinen unteren Rücken und neigte den Kopf in Richtung der Fahrstühle ,,Da lang!“ ermutigte er ihn sanft.
Der Fahrstuhl brachte sie innerhalb von wenigen Augenblicken in den obersten Stockwerk des Hotels und schließlich standen sie vor einem der verschlossenen Türen. Die kleine Karte öffnete die Tür und gab den Blick auf die Suite frei die Alexander für die beiden Nächte gebucht hatte.

