Ein Ende ist ein Anfang ist ein Ende
#2


Ein Ende ist ein Anfang ist ein Ende
   Nathaniel   Alexander
am 01.03.2023


Das Zimmer war klein und Schmucklos. Graue Wände, Steinerner Boden, ein Bett an der Wand, daneben ein Schrank und ein Nachttisch. Eine weitere Tür schien in ein Badezimmer zu führen, doch für all diese Dinge hatte Alexander keinen Blick.
Es war der Junge auf den sich seine gesamte Aufmerksamkeit konzentrierte als er ihn in eine der Ecken des Zimmer erblickte. Das Schließen der Tür schien in dem kleinen Raum widerzuhallen und die Stille breitete sich Schwer und elend zwischen ihnen aus.
Er hatte an diesem Tag keinen Kauf tätigen wollen, eigentlich hatte er überhaupt nicht hier her kommen wollen und doch … als sein Blick auf den Jungen Mann gefallen war, diesen Siebzehnjährigen Jungen der nackt in dem hellen Licht gestanden hatte … er hatte nicht einmal mit der Wimper gezuckt als er die grüne Bestätigungstaste gedrückt hatte. Es hatte noch zwei weitere Interessenten gegeben doch diese waren schnell ausgestiegen als Alexander den Kaufpreis fast verdoppelt hatte. Das Geld … es spielte keine Rolle, nicht für das was er sich erhoffte was er bekommen würde. Es war nicht das eleganteste, nicht das beste vielleicht und doch … er hatte bereits auf den anderen Weg versucht, den Legalen und am Ende nichts als Scherben geerntet.

Alexander neigte den Kopf leicht zur Seite, ließ seinen Blick langsam über die blasse Haut wandern die auf den ersten Blick keine weiteren Spuren von Misshandlungen aufwiesen auch wenn er sich dessen später vergewissern würde. Der schmale Schlüsselring in seiner Hand fühlte sich kühl an, als er sich dem Jungen langsam näherte und schließlich etwa eine Armeslänge von ihm entfernt stehen blieb. ,,Ich werde dich von der Kette lösen wenn das für dich in Ordnung ist!“ erklärte er mit ruhiger Stimme und als er keinen Widerstand erhielt, wählte er den passenden der beiden Schlüssel aus und schob ihn in das vorgesehene Schloss im Nacken des Jungen. Es klickte leicht als sich das Schloss am Karabiner löste und dann aus der Öse glitt, das Halsband selbst mit einem separaten Verschluss versehen würde er erst später entfernen. Nicht jetzt, wo noch immer neugierige Augen auf ihnen liegen würden, ganz gleich wie anonym das hier auch sein würde.
Noch immer machte der Junge keine Anstalten etwas zu sagen oder aber sich auch nur anderweitig zu bewegen, seine einzige Körperliche Reaktion beschränkte sich auf ein gleichbleibendes Zittern seines Körpers, dem bebenden Atmen und den geballten Händen. Alexander wandte sich von ihm ab, öffnete den Schmucklosen Schrank und fand darin einen einfachen, grauen Trainingsanzug. Keine Unterwäsche, was nicht sonderlich verwunderlich war. Am Boden des Schrankes standen einfache Badelatschen, nichts festes, nichts was einen potenziellen Lauf ermöglichen würden. Sie verstanden ihr Geschäft wahrhaftig gut.
,,Ich möchte das du dich anziehst!“ erklärte Alexander und griff nach den Kleidungsstücken und den Badelatschen, bevor er beides auf den kleinen Tisch legte der in der Nähe des Jungen stand, zusammen mit einem Stuhl. ,,Wenn du dich angezogen hast werden wir gehen!“

Alexander wand ihm den Rücken zu, genug darauf vertrauend das der Junge nichts anderes unternehmen würde, nicht nachdem was er über diese Institution wusste und ihre Trainingsmethoden. Es hatte seine Gründe warum er hier her gekommen war, warum er den exponentiellen Betrag heute Abend ausgegeben hatte auch wenn er viele dieser Dinge ändern würde, aber dafür war später noch Zeit. Es würde vor allem dies brauchen … Zeit.
Der Junge zog sich routiniert an, behielt während dessen noch immer den Kopf gesenkt und Sprach kein Wort. Alexander indes packte die versprochenen Papiere des Jungen ein, er warf einen kurzen Blick in die Manila Akte. Sie hatten keinen Namen, zu mindestens wurde ihnen gesagt das sie ihren Alten vergessen sollten. Sie waren Nummer, Puppen wie der Vermittler ihm erklärt hatte, solange bis ihr neuer Besitzer ihnen einen gab. Er würde den Namen des Jungen noch erfahren, früher oder später. ,,Bist du fertig?“ erkundigte er sich und blickte ihn an, seine Gestalt versank fast in dem Trainingsanzug aber er schien wenigstens nicht mehr so zu zittern. Kein Wunder, die Temperatur in diesem Raum war kaum warm zu nennen. ,,Gut!“ sagte er und behielt die dünne Manila Akte in der Hand, bevor er auf die Tür deutete ,,Wir werden gehen und danach etwa zwei Stunden Fliegen. Bist du schon einmal geflogen?“
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RE: Ein Ende ist ein Anfang ist ein Ende - von Alexander - 03.07.2023, 17:21



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