03.07.2023, 23:29
Ein Ende ist ein Anfang ist ein Ende
Während der gesamtes Fahrt blickte er aus dem Fenster. Sie schienen in einer ländlichen Gegend zu sein, denn es waren vor allem Grünflächen, die an dem Fenster vorbeizogen. Ab und zu Weideflächen mit Kühen und Pferden. Kühe hatten sie auch bei sich am Hof gehabt und zeitweise waren sie seine besten Freunde gewesen. Ob es an dem Ort, zu dem sie gerade fuhren, auch Kühe geben würde? Zu viele Hoffnungen machte Nathaniel sich nicht, denn auch wenn er sich Alexander noch nicht so genau angesehen hatte, wirkte er nicht wie ein Mann,der Kühe hielt.
Er wandte den Blick erst vom Fenster ab, als Alex ihm erzählte, wie es weitergehen würde. Erneut verwirrten ihn die Worte des Anderen. Das klang zu gut. Niemand gab doch so viel Geld für einen Menschen aus und verlangte dann quasi... Nichts..? Hm. Vielleicht gönnte er ihm den heutigen Tag um anzukommen. Irgendwas in die Richtung musste es sein. Ein Thema konnten sie allerdings gleich abhaken, zumindest in Nathaniels Kopf, der davon ausging, dass es Alexander nur um eine Sache ging. „Ich wurde auf Krankheiten getestet, Die Ergebnisse sind in der Mappe.“ HIV, Hepatitis und co hatte man bereits ausgeschlossen. Es wäre einfach nicht gut fürs Geschäft unsaubere Ware zu verkaufen. So was sprach sich rum.
Als der Wagen endlich vor der Villa hielt, wurde ihm zügig die Tür geöffnet und er stieg mit großen Augen auf, sah sich das prachtvolle Gebäude vor sich an und nahm ziemlich schnell diverse Dinge wahr. Zum einen den salzigen Duft des Meeres, der in seiner Nase kribbelte, aber auch die Tatsache, dass sie hier quasi jenseits jeder Zivilisation waren. Selbst wenn er irgendwann weglaufen würde, würde er es nie im Leben zum nächsten Ort schaffen und sich wahrscheinlich in der Wildnis verlaufen. Und das Haus? Das schrie förmlich nach Geld. Gemeinsam mit Alex und den anderen Männern betrat er das Haus, blieb im prunkvollen Eingangsbereich aber stehen, sah sich erst wieder alles ganz genau an und blickte dann zum erste Mal wirklich zu Alex. Die ganzen neuen Eindrücke sprudelten gerade so schnell auf ihn ein, dass er die Benimmregeln komplett vergessen hatte. „Wo soll ich hin...?“, fragte er schließlich und kam sich hier etwas verloren vor.

