04.07.2023, 00:35
Ein Ende ist ein Anfang ist ein Ende
,,Er kann gut und gerne noch etwa fünf oder sogar zehn Kilo zunehmen, der Muskeltonus ist gesund und auch sonst scheint er einigermaßen gut versorgt worden zu sein. Ich denke das er einige Mineralstoffmängel aufweisen wird aber das ist nichts was nicht mit gutem Essen zu beheben ist. Die Psychischen Schäden sind … ich denke das er Zeit brauchen wird!“ Sota Onami blickte seinen Arbeitgeber an, nachdem er seinen Bericht abgeschlossen hatte. Er hatte schon für seinen Vater gearbeitet und kannte den Jüngeren schon seitdem er ein Junger Mann gewesen war. In diesem Augenblick sah der Mann unendlich müde und wesentlich älter aus als er es eigentlich war, was aufgrund der Situation gewiss nicht verwunderlich war.
Alexander nickte und strich sich mit der Hand über die müden Gesichtszüge, jetzt hier … in seinem Haus, auf seinem Land spürte er wie ihn die Erschöpfung langsam einzuholen begann. Die Tatsache das er es wirklich getan hatte, das was er eigentlich nie hatte tun wollen weil er geglaubt hatte das jemand wie er jemand Außenstehenden Lieben konnte oder viel mehr das dieser ihn lieben konnte.
,,Du kannst gehen Sota … ich werde nach ihm sehen und versuchen ihm zu erklären …“ er brach ab und schüttelte den Kopf, schweigend blickte er durch die großen Fenster die direkt auf das sanft rauschende Meer blickten. Jedes Mitglied seines Haushaltes, jeder seiner Angestellten hatte das Schicksal von Samuel erlebt, sie alle waren Zeuge geworden und es klang noch immer nach.
Der Ältere Mann nickte, deutete eine Verbeugung an und verließ dann das Zimmer. Alexander blieb noch eine Weile in dem Raum das einem Wohnzimmer glich, bevor er es verließ um nachdem Jungen, nach Nathaniel zu sehen.
Das Schlafzimmer war leer, was indirekt nicht verwunderlich war, trotzdem konnte er den kleinen Anflug von Panik nicht unterdrücken. Er verschwand aber schnell als er sich daran erinnerte das er wahrscheinlich Hunger haben würde. Seine Vermutung wurde bestätigt als er ihn in der geräumigen und offenen Küche entdeckte, er wirkte Hilflos und verloren wie er dort saß. Die Kleidung passte ihn recht gut, wenngleich sie locker an seinem schlanken Körper saß. ,,Wie ich sehe hast du dich schon etwas herausgewagt!“ sprach er sanft aus, es schien einem Wunder gleichzukommen wenn man bedachte woraus Alexander ihn geholt hatte. ,,Du hast Hunger nicht war? Ich kann Martha bitten etwas zu machen, hast du auf etwas bestimmtes Hunger?“

