05.07.2023, 16:17
Die Sache mit den hübschen Dingen
Tansanite. Hatte er noch nie gehört, sahen aber teuer aus. Wobei Kunstfell auch teuer aussah und es wohl kaum war. Trotzdem ging er gerade nicht davon aus, dass Jean ihm Ramsch gekauft hatte. Als er dann schließlich bei ihm stand und das Armband am Handgelenk hatte, sah er sich das Schmuckstück eine Weile an, ehe er vom starken Arm des Älteren an dessen Brust gezogen wurde. „Ja, werden wir wohl müssen“, lächelte er dann und kraulte sachte den Nacken. „Noch mal... danke.“ Seine Eltern hatten ihm beigebracht sich immer zu bedanken und auch wenn sie sich geschäftlich kennengelernt hatte, nahm er solch teure Geschenke nicht für selbstverständlich.
Er küsste sanft den Kiefer des Älteren, bahnte sich mit seinen Lippen einen Weg zu den Lippen, verharrte aber vorerst am Mundwinkel. „Hätte gar nicht gedacht, dass du ein Mann bist, der gerne shoppen geht“, schmunzelte er dann, während die Hand am Nacken des Anderen federleicht die Wirbelsäule herabglitt und schließlich am unteren Rücken liegen blieb, wo er mit einem Finger leichte Kreise auf die Haut zeichnete. „Welche Überraschungen hältst du noch für mich bereit, Jean?“, fragte er dann schließlich und sah ihm dabei in die Augen.
Seine Körpermitte lag dabei auf dem weichen Stoff der Decke, die der Andere sich um die Hüfte gebunden hatte, die andere Hand lag an seiner Schulter. „Vielleicht hast du ja eine geheime Sammelleidenschaft und hast zuhause eine Vitrine voll mit Porzellankätzchen..“ Er grinste etwas, küsste wieder seine Mundwinkel, ehe er gegen die Lippen schnurrte. „Wie sieht es aus... verrätst du mir eine Kleinigkeit über dich?“ Natürlich ging er nicht davon aus, dass Jean tatsächlich Porzellankatzen sammelte, aber vielleicht gab es ja trotzdem etwas, was er ihm über sich verraten konnte. Bisher wusste Nathaniel nämlich ziemlich wenig über den Mann, mit dem er sich nun schon ein paarmal das Bett geteilt hatte.

